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Nach Schlaganfall droht erhöhtes Demenz-Risiko

BOSTON (MedCon) – Resultate einer in der Zeitschrift Stroke veröffentlichten Studie zeigen, dass Patienten nach einem Schlaganfall ein doppelt so hohes Risiko für eine Demenz haben wie Gesunde.

Das Team um Dr. Philip A. Wolf von der Boston University School of Medicine. überprüfte diverse Risikofaktoren bei Teilnehmern der Framingham Bevölkerungsstudie. Sie verglichen 212 Demenz-freie Personen im Januar 1982, die später erstmals einen Schlaganfall hatten, mit 1060 gesunden Kontrollen. Dann errechneten die Forscher das Zehn-Jahres-Risiko für Demenz und schätzten in den Untergruppen die Gefahr ab.

In einem Zeitraum von zehn Jahren wurden 41 der Schlaganfallpatienten und 117 der Kontrollen dement. Auch durch die Anpassung möglicher anderer Faktoren wie Alter und Geschlecht wurde dieses Risiko nicht gesenkt. Dabei hatten die unter-60-Jährigen ein 2,6fach höheres Demenz-Risiko, und auch diejenigen, die einen Highschool-Abschluss besaßen, waren mehr gefährdet als jene ohne einen solchen Abschluss.

Diese Befunde betonten – den Autoren zufolge – die Bedeutung von Schlaganfall-vorbeugenden Maßnahmen, um damit nicht nur Tod, Krankheit und Behinderung als dessen Folge zu senken, sondern auch das Risiko für Demenz.

Quelle: Stroke Juni 2004

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Letzte Änderung: 24.06.2004, 14:18 Uhr

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