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Ein Struwwelkopf

Zweisprachigkeit wirkt positiv auf Alzheimer-Demenz

Nicht nur ein aktiver Lebensstil, soziale Kontakte, geistige und körperliche Betätigung sondern auch Zweisprachigkeit könnte bis zu einem gewissen Grad vor einer Demenz schützen – so die Ergebnisse einer aktuellen Studie von Craig und Mitarbeitern des Rotman Research Institute, Kanada.

Die Autoren untersuchten mehr als 200 Patienten mit der Diagnose Alzheimer-Demenz. Sie evaluierten u. a. Erkrankungsalter, Beruf, Bildungsstand und Sprachfertigkeit in Englisch oder anderen Sprachen. 102 Patienten konnten als bilingual und 109 Patienten als monolingual klassifiziert werden.

Bei der Auswertung zeigte sich: Bei den Patienten, die über viele Jahre hinweg zwei Sprachen aktiv angewendet hatten, traten die Symptome einer Demenz durchschnittlich 5 Jahre später auf als bei einsprachigen Patienten. Der Effekt war unabhängig von anderen Einflussfaktoren wie Bildung, Beruf oder Geschlecht.

Möglicherweise werden durch die Zweisprachigkeit kognitive Reserven im Gehirn gefördert, die die neuropathologischen Veränderungen bei Alzheimer-Demenz für eine gewisse Zeit kompensieren könnten – so die Interpretation der Autoren.

Quelle: Neurology. 2010 Nov 9;75(19):1726-9

Letzte Änderung: 01.12.2010, 17:53 Uhr

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