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Tabuthema Demenz

Mit der Betreuung Dementer haben viele Hausärzte ihre Probleme

„Es gibt kein Demenz-Programm in den Köpfen der Ärzte“, fasste Dr. Hanna Kaduszkiewicz, tätig am Institut für Allgemeinmedizin in Hamburg, auf dem Symposium „Der demente Patient“ die Ergebnisse ihrer explorativen Interviews zusammen.

Sie hatte 30 zufällig ausgewählte Hausärzte aus Hamburg und Düsseldorf zu ihrem Umgang mit Demenz befragt. Im Allgemeinen fahndeten die befragten Kollegen nicht aktiv nach dementiven Störungen. Wenn zum Beispiel die Angehörigen einen Demenz-Verdacht ausgesprochen hatten, differierte das diagnostische Vorgehen deutlich. Entscheidend für Intensität und Umfang der Diagnostik war die angenommene therapeutische Konsequenz.

Was die Aufklärung von Betroffenen und Angehörigen angeht, fiel auf, dass Demenz nicht nur bei Patienten, sondern auch bei vielen Ärzten mit einem Tabu belegt ist: Man benennt sie nicht, sondern umschreibt sie – zum Beispiel als zunehmende Gedächtnisstörung – oder der Eintrag in die Kartei wird vermieden. Manche Ärzte zeigen eine deutliche Abwehr, indem sie zum Beispiel keine emotionale Beziehung zu Dementen aufbauen. Angehörige werden betreut, jedoch unterschiedlich intensiv.

Lesen Sie mehr: Ärztliche Praxis, 5.3.2004

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Letzte Änderung: 03.05.2004, 22:23 Uhr

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