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Ein Struwwelkopf

Demenz ist nicht immer gleich Alzheimer-Krankheit

Köln, den 11.02.2004 (MedCon) – Laien sind oft der Meinung, dass alte Menschen mit Gedächtnisstörungen und Verwirrungszuständen an der Alzheimer-Krankheit leiden. Doch Altersdemenz ist nicht immer mit Alzheimer gleichzusetzen, warnte kürzlich Prof. Dr. Dipl.-Psych.Wolfgang Meins in der Fachzeitschrift Psychiatrische Praxis.

Er beschrieb darin den Fall eines 63-jährigen Akademikers, der sich in der Hamburger Memory-Clinic vorgestellt hatte, weil er aufgrund massiver Wortfindungsstörungen und Gedächtnisprobleme arbeitsunfähig geworden war. Ein niedergelassener Psychiater hatte ihn mit dem Verweis „unklare Hirnleistungsschwäche, Morbus Alzheimer“ überwiesen. Der Mann, ein durchaus belesener Referent und Hobby-Koch, konnte sich weder an erlernte Fachbegriffe noch an Kochrezepte erinnern. In der Klinik wurde mit Hilfe Bild-gebender Verfahren (Neuroimaging) entdeckt, dass der linke Temporallappen im Gehirn geschrumpft war. Nicht unter Morbus Alzheimer litt der Patient, sondern unter einer so genannten semantischen Demenz, die häufiger, so schreibt Meins, mit einer Alzheimer-Demenz verwechselt wird.

Diese Form der Demenz ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass sich Betroffene nicht mehr an Begriffe und erlerntes Wissen erinnern können, während Daten und Ereignisse aus der persönlichen Biographie gut erinnert werden..

Quelle: Psy. Prax 2003;30: 199-201

Letzte Änderung: 04.06.2009, 12:22 Uhr

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Stand: 04.06.2009, 12:22 Uhr
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