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Ein Struwwelkopf

Alzheimer - genetisches Risiko?

Bild zu Monatspezal - Erbfaktoren

Quelle: Fotolia.de - Laurent Renault

Demenz-Patienten und ihre Angehörige beschäftigt neben der Frage, wie sie am besten mit der Erkrankung umgehen, auch die Befürchtung, das Familienangehörige selbst an Alzheimer erkranken könnten.

Krankheitsrisiko bei Verwandten

Und tatsächlich sind genetische Faktoren für ein gehäuftes Auftreten der Alzheimer-Erkrankung in Familien verantwortlich. So haben Verwandte ersten Grades eines Demenz-Patienten, also Kinder, Geschwister oder Eltern, ein etwa viermal so hohes Risiko, selbst an Alzheimer zu erkranken wie der Rest der Bevölkerung. Sind Verwandte zweiten Grades (Onkel, Großeltern, etc.) erkrankt, ist das Risiko mit zehn Prozent doppelt so hoch wie im Bevölkerungsdurchschnitt.

Bislang waren mehrere Erbfaktoren auf den Chromosomen 21, 14 und 19 bekannt, die an der Auslösung einer Alzheimer-Demenz beteiligt sind.

Neue Verdächtige

In jüngster Zeit wurden nun drei neue Risikogene für die Alzheimerkrankheit entdeckt. Dazu gehört das Apolipoprotein-J-Gen, ein "Verwandter" des Apo E e4-Gens. "Die Apolipoproteine haben unter anderem etwas mit dem Cholesterinstoffwechsel zu tun. Vielleicht können wir bald genauer erklären, warum beispielsweise Menschen mit niedrigen Cholesterinwerten möglicherweise ein geringeres Risiko haben, an Alzheimer zu erkranken", erklärte Professor Harald Hampel. Vermutlich haben die beiden Apolipoproteine auch eine Schutzfunktion für das Gehirn. Sie entfernen das schädliche Beta-Amyloid, ApoJ dämpft zudem Entzündungen.

Auch beim zweiten entdeckten Risikogen vermuten die Forscher, dass es daran beteiligt ist, das giftige Beta-Amyloid unschädlich zu machen. Das dritte Gen hat hingegen Einfluss auf die Kontaktstellen, über die Nervenzellen miteinander kommunizieren. Ihre Zahl ist in den Gehirnen von Alzheimerpatienten verringert.

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Letzte Änderung: 30.11.2009, 17:36 Uhr

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Stand: 30.11.2009, 17:36 Uhr
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