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Ein Struwwelkopf

Hoffnungsträger Genforschung: Suche nach neuen Therapiemöglichkeiten

Bild zu Monatspezial - Hoffnungsträger Genforschung: Suche nach neuen Therapiemöglichkeiten

Quelle: Fotolia.de - Danielle Bonardelle

Die genetische Erforschung der Alzheimer-Krankheit läuft auf Hochtouren. Mehrere Vorträge beschäftigten sich mit neuen Erkenntnissen zu Genen, die das Erkrankungsrisiko verändern können - zum positiven oder zum negativen.

Mediziner aus Kalifornien berichteten von einer neu entdeckten Genvariante, die möglicherweise Gedächtnis und Denkvermögen älterer Menschen schützt. Das Gen namens COMT könne in zwei verschiedenen Varianten auftreten, erklärte die Referentin Dr. Alexandra Fiocco: in der Variante Val und in der Variante Met.

Auf die Variante kommt es an

Bei Menschen, die über die Met-Variante des Gens verfügen, scheint die geistige Leistung im Alter schneller nachzulassen als bei Menschen, die das Gen in der Val-Variante besitzen. "Das ist besonders deshalb interessant, weil frühere Studien gezeigt haben, dass die Val-Variante in jüngeren Jahren einen nachteiligen Effekt auf die geistige Leistungsfähigkeit hat", sagte Fiocco. "Doch in unserer Studie zeigte sich, dass es bei älteren Menschen genau umgekehrt ist. Wenn es uns gelingt, Zusammenhänge zwischen diesem Gen, seinen Varianten und der kognitiven Funktion zu finden, könnte das dabei helfen, neue Behandlungsstrategien zu entwickeln, um dem geistigen Abbau im Alter vorzubeugen."

Auch der Neurologe Dr. Adam Naj von der Universität von Miami hofft, dass seine Forschung eines Tages zu neuen Therapiemöglichkeiten für Alzheimer-Patienten führen könnte. Zusammen mit seinem Team hat er ein Gen entdeckt, dass das Risiko, an Alzheimer-Demenz zu erkranken, nach oben zu treiben scheint.

Die Nadel im Heuhaufen: Forscher entdecken neues Alzheimer-Gen

Die Wissenschaftler durchkämmten das Erbgut von 2269 Patienten mit Alzheimer-Demenz und 3107 gesunden Personen. Dabei stellten sie fest, dass Menschen mit einer bestimmten Variante des Gens MTHFD1L doppelt so häufig an Alzheimer-Demenz erkrankten wie Personen, die diese Genvariante nicht aufwiesen.

"Wir hoffen, dass unsere Entdeckung dabei helfen wird, besser zu verstehen, wie die Krankheit entsteht, außerdem könnte MTHFD1L als Risikogen vielleicht einmal als Indikator für die Früherkennung der Alzheimer-Krankheit dienen", sagte Naj in seinem Vortrag.

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Letzte Änderung: 25.05.2010, 11:45 Uhr

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Stand: 25.05.2010, 11:45 Uhr
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