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Ein Struwwelkopf

Untersuchung der geistigen Leistungsfähigkeit

Bild zu Monatspezal - Untersuchung der geistigen Leistungsfähigkeit

Quelle: Fotolia.de - Visionär

Die meisten Menschen werden im Alter zunehmend vergesslicher, verlegen immer wieder einmal den Schlüsselbund oder erinnern sich nicht mehr an den Namen des neuen Nachbarn. Ob es sich dabei nur um normale Altersvergesslichkeit handelt oder schon eine beginnende Demenz vorliegt, zeigen verschiedene kognitive Tests. In der ärztlichen Praxis werden vor allem drei Tests verwendet, die Auskunft über die geistige Leistungsfähigkeit geben:

Mini-Mental-Status-Test (MMST)

Beim MMST (auch MMSE genannt) werden wichtige kognitive Funktionen anhand von neun Aufgabenkomplexen überprüft: zeitliche und räumliche Orientierung, Merk- und Erinnerungsfähigkeit, Aufmerksamkeit, Sprache und Sprachverständnis, außerdem Lesen, Schreiben, Zeichnen und Rechnen.

Fragen und Aufgaben sind beispielweise:

Der MMST dauert nur wenige Minuten, für jede erfolgreich bewältigte Aufgabe erhält der Patient einen Punkt.

DemTect

Beim DemTect (steht für "Demenz-Detektion"), dessen Durchführung etwa zehn Minuten dauert, werden dem Patienten fünf Aufgaben zu den kognitiven Funktionen Wortgedächtnis, Wortflüssigkeit, intellektuelle Flexibilität und Aufmerksamkeit gestellt.

Aufgaben sind beispielsweise:

Da beim DemTect, anders als beim MMST, Funktionen wie zeitliche und räumliche Orientierung nicht überprüft werden, wird er häufig mit dem Uhrentest kombiniert. Beim Uhrentest wird der Patient gebeten, das Ziffernblatt einer Uhr zu zeichnen, die eine bestimmte Uhrzeit zeigt, zum Beispiel 7 Uhr 25 ("fünf vor halb acht"). Je nachdem wie gut der Patient die Uhr zeichnet (gleichmäßiger Abstand der Ziffern, beide Zeiger vorhanden usw.) vergibt der Arzt auch hier Punkte.

Test zur Früherkennung von Demenzen mit Depressionsabgrenzung (TFDD)

Da auch Depressionen zu geistigen Leistungseinbußen führen können ("depressive Pseudodemenz"), wird mit dem TFDD sicher gestellt, dass den kognitiven Problemen wirklich eine Demenz und keine Depression zugrunde liegt. Der TFDD teilt sich in einen Demenz- und einen Depressionsteil.

Im Demenzteil werden in neun Aufgabenbereichen unter anderem das Wiederholen von Wörtern, die zeitliche Orientierung, das Befolgen von Handlungsanweisungen und das Zeichnen eines Ziffernblattes überprüft. Im Depressionsteil des TFDD bewertet sich der Patient auf einer Depressionsskala mit elf Stufen selbst, außerdem führt ein Arzt die gleiche Bewertung durch.

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Letzte Änderung: 12.02.2010, 15:47 Uhr

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Stand: 12.02.2010, 15:47 Uhr
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